


Der Auftakt
Walther Kreutz starb im Alter von 84 Jahren bei einem tragischen Jagdunfall, bei dem er von seinen eigenen Hunden zerfleischt wurde. Er hinterließ eine durch kleinliche Streitereien zerrüttete Familie sowie zahlreiche neue, unbekannte „Freunde“, die erbittert um sein Erbe stritten. Während die ersten Konflikte zwischen den angeblichen Freunden und der Familie eskalierten, erhielt der Gehilfe des Notars ein mysteriöses Schreiben.
Darin wurde den Teilnehmenden mitgeteilt, dass der eigentliche Notar sich nicht nur verspäte, sondern aufgrund eines plötzlichen Nervenzusammenbruchs die Testamentsvollstreckung nicht mehr durchführen könne – was der ohnehin angespannten Stimmung alles andere als zuträglich war. Zumal die Rolle des Vollstreckers seltsamerweise erst am nächsten Tag von der Frau des Notars übernommen werden sollte.
Der Brief endete mit den ominösen Worten, dass diese Situation für den besagten Notar besser sei – also der Aufenthalt in der Psychiatrie…
Der nächste Morgen
Als die Gemahlin des Notars am nächsten Morgen tatsächlich eintraf, war die Stimmung unter den Erben nach mehreren Handgreiflichkeiten bereits stark angespannt. Die Situation gewann zusätzlich an Brisanz, als das eigentliche Testament vor den geschockten Augen der Anwesenden kurzerhand verbrannt wurde.
Als der Verstorbene die Erben in seinem neuen Nachlassschreiben verhöhnte, gegeneinander ausspielte und sogar bedrohte, wurde die Lage nur noch schlimmer. Besonders an seiner magisch bewanderten Schwester – mit der er offenbar im Clinch lag – ließ er kein gutes Wort.
Als dann noch die bis dato unbekannte Haupterbin plötzlich von einer unbekannten Wesenheit besessen zu sein schien, anfing, Zigarren zu rauchen, Schnaps zu trinken und mit vulgären Ausdrücken um sich zu werfen, war allen klar, dass hier etwas Übernatürliches am Werk sein musste.




Die Eröffnung
Im Testament beleidigte Kreutz die Teilnehmenden nicht nur als Aasgeier, sondern teilte ihnen auch mit, dass sie beim Betreten des Anwesens auf schreckliche Art und Weise verflucht seien und sterben würden, sollten sie seinen letzten Willen nicht erfüllen. Diese Drohung wurde durch die düsteren Worte der hübschen Notarin untermauert – noch während ihrer Rede brach eine der Bediensteten auf der Stelle tot zusammen.
Außerdem entpuppte sich der letzte Wille von Kreutz als ungeheuerlich: In seinem Namen solle ein dunkles Ritual durchgeführt werden, andernfalls drohe den Anwesenden der sofortige Tod. Das Ziel dieses Rituals wurde jedoch nicht verraten.
Die Untersuchungen
Mit dem Tod der besagten Angestellten öffnete sich auf magische Weise die Tür zu dem zuvor verschlossenen Arbeitszimmer des Verstorbenen, und die Spielenden wurden dort mit allerlei Rätseln und Aufgaben konfrontiert. Trotz der ausdrücklichen Warnungen von Walther Kreutz’ Schwester bemühten sich die Erben, die Rätsel zu lösen, die einzelnen Ritualschritte zu entschlüsseln und die dafür benötigten Gegenstände ausfindig zu machen. Neben klassischen Denksportaufgaben gab es auch handwerkliche Herausforderungen zu bewältigen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass der Verstorbene in den Künsten des Voodoo bewandert war.
Gleichzeitig begannen die Angestellten der Sicherheitsfirma sich merkwürdig zu verhalten: Sie trugen Steine in das Innere des Gebäudes, errichteten einen Altar und tanzten um diesen herum.




Das Finale
Als es den Spielenden schließlich gelang, die Rätsel trotz aller Widerstände zu lösen, geschah etwas Grausames: Die verstorbene Bedienstete erhob sich von den Toten und gab sich als Hohepriesterin zu erkennen, zuständig für die Durchführung des von Kreutz gewünschten Rituals. Allen Warnungen der Schwester zum Trotz verfielen die Spielenden dem Einfluss der untoten Bediensteten und vollführten das Ritual, begleitet von donnernden Trommeln und seltsamem Gesang.
Das Ergebnis: Walther Kreutz gelang es mit seinem genialen Plan, dem Tod noch einmal ein Schnippchen zu schlagen. Er wurde zu einer Loa – einer Art Gottheit oder Engel –, während die Teilnehmenden in einer letzten Traumszene mit den Konsequenzen ihrer Handlungen konfrontiert wurden. Das Ende bleibt offen…
